Bewegungskino

Film ist Bewegung: Zu dieser formalen Vorgabe entstanden im Sommersemester 2011 Kurspielfilme, in der Mord- und Selbstmordversuche, Psychatriephantasien und Zombieorgien die Motive für eine vielfältige Kamera- und Inszenierungsarbeit lieferten.

Die Gebrüder Lumière, die ihre Filmaufnahme- und Wiedergabetechnik 1895 in Paris vorstellten, nannten ihre Erfindung Cinématographe. Der Begriff „Kinematographie“ wurde in der Folgezeit zum Inbegriff für das künstlerisch anspruchsvolle Kino. Auf Deutsch übersetzt heißt das: Bewegungsmitschrift. Die spezifische Aufzeichnung von Bewegung, so kann man sagen, macht den entscheidenden Unterschied zu anderen Künsten. Was verstehen wir aber unter Bewegung?

Kamerafahrten und Jump Cuts als Stilmittel in dem Kurzfilm "Kaffeeklatsch".

Es ist sicher mehr, als das schlichte Hin- und Herbewegen von Gegenständen oder Personen vor der Kamera. Es ist auch die Bewegung der Kamera selbst. Und zu aller erst sind es die Motive, die inneren Beweggründe der Protagonisten, die das Sichtbare einer Geschichte in Bewegung setzen. In der Mitschrift der äußeren Bewegungen können wir also die innere Bewegtheit studieren. Genau darum ging es in diesem filmpraktischen Seminar. Obwohl die Themen der Filme nichts „Gutes“ erwarten lassen, kamen am Ende vier witzige Ansätze heraus.

Bei Verfolgungsjagden wie in " Hetzjagd" sind Kamerabewegungen und Bewegungsanschlüsse wichtig.

Thomas Strauch

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