Moussa Nourdine Keita: "Für Integration gebe ich alles."

Moussa Nourdine Keita an seinem Lieblingsplatz.

Moussa Nourdine Keita steht eine intensive Zeit bevor. Der Armut in Guinea entflohen, zog es den 19-Jährigen im vergangenen Sommer nach Deutschland. Sein Ziel ist klar gesteckt: eine sichere Zukunft in der neuen Heimat aufbauen. Dafür betreibt der junge Guineer einen außerordentlichen Aufwand. Unterstützt wird er von ehrenamtlichen Helfern aus Altenbeken.

Jeden Mittwochnachmittag begibt sich Moussa in das Altenheim Altenbeken. Dort hilft er den Pflegern bei der täglichen Arbeit. Der Umgang mit Alten und Kranken mache ihm Spaß, so der junge Afrikaner. Während seiner ehrenamtlichen Tätigkeit möchte Moussa herausfinden, ob ihm auch ein Job in der Altenpflege zusagen würde.

Dass die deutsche Sprache die Grundlage für eine erfolgreiche Integration bildet, ist ihm bewusst. So nimmt er regelmäßig an den ehrenamtlich angebotenen Deutschkursen teil. Außerdem besucht Moussa die Abendschule Paderborn um den Realschulabschluss zu machen.

In der Gemeinde Altenbeken geht Moussa seinem größtem Hobby nach: dem Fußballspielen. Als Mittelfeldakteur des TuS 98 Altenbeken, half er der Mannschaft in der vergangenen Saison die Klasse zu halten. Gleichzeitig träumt er davon den Weg in die Profi-Ligen zu schaffen.

 

Eltern hat Moussa keine mehr. Mit 15 floh der Vollwaise nach Istanbul, wo er 3 Jahre auf der Straße lebte. Über seine Vergangenheit spricht Moussa nur ungern, auch zu seinen Fluchterlebnissen fallen ihm die Worte schwer. Sein Asylantrag befindet sich in Bearbeitung - nun wartet er auf einen Termin für seine Anhörung. So schwebt Moussa momentan, wie so viele andere Flüchtlinge, zwischen zwei Welten. Doch er hat den festen Willen, in Deutschland Fuß zu fassen.

Sebastian Bredthauer, Marco Speer

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