Planvoll in die Zukunft

An der Universität Paderborn rollen die Bagger. An allen Ecken und Enden wird gebaut. Doch was tut sich auf der Großbaustelle „Campus“?

Im vergangenen Wintersemester herrschte an der Paderborner Hochschule aufgrund von besonders vielen Studienanfängern akute Raumnot. Teilweise fanden Studenten und Dozenten in Seminaren chaotische Zustände vor. Dass jetzt auf dem Campus verstärkt gebaut wird, ist jedoch nicht allein dieser Tatsache geschuldet. „Aktuelle Entwicklungen spielen immer eine Rolle, aber generell planen wir natürlich langfristig“, berichtet Klaus Watermeier. Ebenso müsse an die zukünftige Entwicklung der Hochschule und an deren Konkurrenzfähigkeit gegenüber anderen Universitäten gedacht werden, erklärt Sachgebietsleiter Watermeier, der gemeinsam mit seinem Kollegen Reinhard Göke den Überblick über die zahlreichen Bauvorhaben behält.

Vor Kurzem wurde bereits das Laborgebäude „K“, das vom Department Chemie genutzt werden soll, fertig gestellt. Außerdem befinden sich zurzeit die beiden Gebäudekomplexe „L“ an der Ecke Südring/Pohlweg sowie „O“ am Pohlweg im Bau. Während Bauteil „L“ fast ausschließlich Hörsäle und Seminarräume mit insgesamt 1.200 Sitzplätzen beinhaltet, ist für Bauteil „O“ neben einem Zentrum für Lehre unter anderem auch ein Hochleistungsrechenzentrum eingeplant. Die Fertigstellung der beiden neuen Gebäude soll im Mai („L“) und im Juli („O“) nächsten Jahres erfolgen.

Erheblich weniger „Bauzeit“ benötigten hingegen die vier transportablen Zelte, auf die man an der Südseite des Paderborner Campus blickt: In ihnen müssen mangels Raumalternativen derzeit zahlreiche Studenten Platz nehmen, um an Vorlesungen und Seminaren teilzunehmen. „Ich hatte zunächst arge Bedenken, aber mittlerweile werden die Zelte im Großen und Ganzen akzeptiert“, ist sich Klaus Watermeier sicher. „Sie sind wirklich nur als Provisorium gedacht und werden im Februar wieder abgebaut“, betont er.

Genau dann nämlich, wenn der von der Universität Paderborn umgebaute ehemalige Praktiker-Markt an der Warburger Straße bezugsfertig sein soll. In dem künftigen Gebäude „Sportwissenschaft SP 2“ wird es dann unter anderem eine weitere Dreifachsporthalle, mehrere Seminarräume sowie Raum für studentisches Arbeiten geben.

Trotz der zahlreichen Neuerungen sind auch in Zukunft noch weitere Bauvorhaben auf dem Universitätsgelände geplant: Ein Parkdeck mit 400 Stellplätzen, ein Anbau an das Gebäude „H“ sowie die Kernsanierung diverser Gebäude sind nur einige Beispiele. Die Bagger werden daher wohl noch einige Zeit weiter rollen.

Katharina Bätz, Christian Kleih und Ingo Sander

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